Eine Beobachtung aus vielen Jahren Tanzschule:
Menschen bringen manchmal mehr mit als nur ihre Tanzschuhe.
Sie bringen ihren Alltag mit.
Ihre Sorgen.
Ihre Freude.
Und manchmal auch ihren Frust.
Und manchmal wird eine Tanzschule – genauso wie die Politik – zu einem Prellbock für das, was innerlich gerade bewegt.
Das gehört zum Menschsein dazu.
Mit der Zeit habe wir gelernt, Situationen erst einmal zu betrachten, bevor wir sie persönlich nehmen.
Eine Erkenntnis hilft uns dabei immer wieder:
Das Verhalten eines Menschen sagt viel über ihn aus.
Meine Reaktion darauf sagt viel über mich aus.
Gleichzeitig fällt uns etwas auf, das viele wahrscheinlich spüren:
Der Umgangston in unserer Gesellschaft wird an vielen Stellen rauer.
Vielleicht deshalb schätzen wir das Tanzen umso mehr.
Denn auf der Tanzfläche passiert etwas Besonderes.
Musik beginnt.
Zwei Menschen bewegen sich gemeinsam.
Man achtet aufeinander.
Man spürt den Rhythmus.
Und plötzlich entsteht etwas, das im Alltag manchmal verloren geht:
Harmonie.
Tanzen zeigt uns eine einfache Wahrheit:
Wenn zwei Menschen miteinander arbeiten, entsteht Leichtigkeit.
Wenn jeder nur seinen eigenen Weg durchsetzen will, stolpern beide.
Vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten unserer Tanzschule:
Dass hier ein Raum entsteht, in dem Menschen wieder erleben können, wie gut Respekt, Aufmerksamkeit und Miteinander funktionieren.
Arthur Schopenhauer hat einmal geschrieben:
„Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens.“
Vielleicht ist Tanzen manchmal genau so ein Luftkissen.
Danke an alle, die unsere Tanzschule zu einem Ort machen, an dem Musik, Begegnung und gegenseitiger Respekt zusammenkommen.
